Traveljournal Paris / part 2

Ehrlich Leute, es macht mir so viel mehr Spaß euch einfach berichten zu können, was ich hier so gemacht habe, anstatt zu sagen geht dort und dort hin und seht euch dies und das an. Es gibt ohnehin schon tausende von diesen Einträgen in den Tiefen des Internets und ich liebe es, wenn es in eine persönlichere Richtung geht. Ich hoffe ich habe ein paar Leser, die mir da zustimmen würden und dieses Tagebuchformat mögen. 🙂 Also hier ist der zweite Teil meiner Reise, den Ersten findet ihr hier, falls ihr ihn noch nicht gelesen habt. 

Day 4

Diesmal hatte ich zum ersten Mal so bisschen einen Plan, denn ich bin extra früher aufgestanden um ins Louvre zu gehen. Leider kann ich euch keine Tipps und Tricks verraten, wie man am schnellsten oder besten reinkommt, weil’s bei mir super unkompliziert verlief. Ich hatte einfach Glück in keiner langen Schlange warten zu müssen, konnte sofort rein und musste nicht einmal bezahlen, weil ich unter 26 Jahren bin und zur EU gehöre, Jackpot! Und selbst, wenn dies nicht der Fall ist, kostet es, wenn ich mich nicht irre, nur um die 15€. Man kann 15€ kaum besser investieren, sage ich all den Kunstliebhabern da draußen. Dort gibt’s alles! Es ist riesengroß, schon fast zu groß könnte man meinen. Wie gesagt, man findet alles, Antiquitäten und Statuen aus dem alten Rom, Griechenland, Ägypten, aber logischerweise auch Bilder von berühmten Malern aus Italien, Spanien, Frankreich und und und. Unter ihnen die berühmte Mona Lisa, die ehrlich gesagt wirklich klein ist. Also das Gemälde selbst hängt ganz allein auf einer riesigen Wand, in einem Glaskasten, von Securityguides bewacht und von Menschen umzingelt. Ist ja ein tolles Bild und alles, aber man kann übertreiben. Also, wenn ihr in’s Louvre geht, seht sie euch an, aber geht nicht nur deswegen hin, es gibt andere interessante Sachen zu genüge, ich verbrachte schließlich vier Stunden dort drin. Als ich am Abend wieder zuhause war, saß ich im Cáfe des Hostels, wie so ziemlich jeden Tag. Dort lernte ich zwei Engländer kennen, die echt cool waren und bevor ich es merkte hatten wir einige Bier intus und haben philosophiert über die unterschiedlichsten Themen und Gesellschaftsfragen, wie zum Beispiel Veganismus. Als wir bei Transgender angekommen sind, beschlossen wir es sei eine gute Idee unsere Kleidung zu tauschen. Muss ziemlich gut ausgesehen haben, allerdings waren ihm meine Schuhe etwas zu klein, haha.

 

 

Day 5

Im rauschigen Zustand am Vortag schmiedeten wir Pläne, die wir gemeinsam machen wollen und genau das taten wir dann. Dafür stellte ich mir meinen Wecker um 9 Uhr. Allerdings, fragt mich nicht wie das passiert ist, hat er entweder gar nicht geläutet oder ich habe ihn weggedrückt ohne es zu merken, und das mach ich wirklich sonst nie. Als dann eine Stunde später der Reiningungsdienst in’s Zimmer kam und einen Höllenlärm veranstaltete wachte ich verwirrt in einem fremden Pulli auf und hatte keinen Plan wie spät es ist. Als mir dann bewusst wurde, welche Uhrzeit mein Handy dann anzeigte, flitzte ich so schnell wie möglich unter die Dusche, die ich bitter nötig hatte, und würfelte in wenigen Minuten irgendein Outfit zusammen, dass warm genug sein sollte um raus zu gehen. Schon im Lift wurde mir klar, dass es das wahrscheinlich nicht ist. Unten traf ich die beiden, die genau so müde aussahen wie ich, aber immerhin haben wir es alle drei geschafft pünktlich zu sein. Es wurde also Zeit, die Moulin Rouge und das Montmatre standen am Plan. Die beiden Burschen hatten eigentlich keine Ahnung was das ist, aber waren froh nicht alleine zu sein, also gingen sie mit. Auf dem Weg den Berg hinauf, entdeckten wir Glühwein und ich dachte es sei eine hervorragende Idee, einen zu bestellen. Natürlich war es keine hervorragende Idee. Long Story Short, völlig verkatert sind wir durch die Kirche gelaufen, haben den Ausblick über die Stadt von diesen hohen Punkt genossen, in die wir dann wieder zurückgekehrt sind. Eiffelturm, Triumphbogen und all dieser Touristuff wurde für den Neuankömmling abgehakt. Und das war’s dann eigentlich auch schon, zurück ins Hostel und dort noch bis in die späten Abendstunden gequatscht.

 

Day 6

Am Plan standen die Katakomben. Aufgrund des Zu-Bett-Gehens zu sehr sehr später Stunde am Vorabend, haben wir das dann einstimmig ausgelassen. Stattdessen saßen wir herum und tranken Tee, so sind Engländer eben, haha. Ehrlich gesagt gibt’s von diesen Tag wirklich nicht viel zu berichten, es war kalt, hat plötzlich geschneit und das spannendste, das passiert ist, dass ich ein Pasta-Date hatte. Geschmeckt hat’s gut und die Gespräche waren deep und interessant. Mein Flug am nächsten Tag sollte um 13 Uhr sein, dann bin ich kurzfristig drauf gekommen, dass ich nicht zu diesem beschissenen Flughafen komm, weil der um die 80 km entfernt von Zentrum ist und es günstiger kommt einen neuen Flug zu buchen, als dort hin zu fahren. Nun ja, so kann man sein Geld natürlich auch rauswerfen, aber was soll’s, immerhin musste ich so nicht alleine zum Flughafen fahren, sondern wurde von diesem Cutie begleitet. Auch nicht so schlecht. Und es bescherte uns einen ganzen Tag mehr in Paris, weil der Flug erst am Abend ging. Natürlich haben wir diesen letzten Tag voll ausgenutzt. Achtung Sarkasmus, natürlich haben wir auch diesen Tag wieder völlig verkatert im Hostel verbracht, aber ich habe es keine Sekunde bereut. Es hat mich gelehrt, dass es beim Reisen nicht nur darum geht, dies und das zu sehen um danach sagen zu können, man war dort, sondern viel mehr um die Menschen die man trifft und die Erinnerungen, die man mitnimmt. Und ich hab definitiv viele viele schöne und lustige Erinnerungen mitgenommen, die ich nie vergessen werde.

Ein Kommentar zu „Traveljournal Paris / part 2

  1. Hallo 🙂
    Schöner Artikel über die Stadt der Liebe und ich mag auch den Tagebuch-Stil, wie du sagst, Reiseführer gibt es eh schon viele 😊 leider war ich selber noch nicht dort, aber das muss ich unbedingt ändern! Danke für den Beitrag 😊

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