Ich will Meer / Nusa Inseln

Ich liege gerade im Bett, nach einer erfrischenden Dusche unter dem unglaublichen Sternenhimmel von Nusa Lembongan, und die Worte tippen sich fast wie von selbst in dieses Textfeld. Nachdem wir die erste Woche unserer Reise in Ubud verbrachten, wo wir viel von Kultur und Leben gesehen haben, war ganz klar für uns wir wollen mehr von Bali generell und wir hatten Lust auf’s Meer. Es war wirklich eine ereignisreiche Woche und den Blogpost dazu findet ihr hier. Jetzt möchte ich aber meine Eindrücke der Nusa Inseln mit euch teilen.

Anreise mit dem Speedboat

Mit dem Taxi sind wir zum Strand nach Sanur gefahren, wo etliche Schnellboote den Hafen verlassen und euch in sehr geringer Zeit auf eine der nebenan liegenden Inseln fährt. In unserem Fall war das Nusa Lembongan. Dafür bezahlten wir für An- und Rückreise 450.000 indonesische Rupiah pro Person, was umgerechnet ungefähr 26€ sind. Beim Einsteigen ins Boot war ich erstmals richtig geschockt und bekam zum ersten Mal mit was für ein großes Plastikmüllproblem Bali doch wirklich hat. Massen an Müll schwammen direkt vor unseren Füßen im Meer. Es hat mir wirklich die Augen geöffnet und in Zukunft möchte ich wirklich mehr auf meinen Plastikverbrauch bzw. meinen generellen ökologischen Fußabdruck achten. Ansonsten war die Bootsfahrt schnell und unkompliziert und wir kamen mit großen Augen an den weißen Strand des Mushroom Bays an. Dort brachte uns kostenlos ein Taxi ins Hotel. Die Fahrt lässt sich wohl eher mit dem Wort lustig als gemütlich beschreiben, denn die Straßen sind teilweise so kaputt und eng, dass sie womöglich nicht mehr als Straßen bezeichnet werden dürften.

Unsere Unterkunft

Untergekommen sind wir in den wunderschönen Laguna Reef Huts für rund 160€ für 4 Nächte mit Frühstück. Das Frühstück ist nichts Besonderes um ehrlich zu sein, aber das machen der unglaubliche Ausblick, das Outdoorbadezimmer und der Infinitypool wieder weg.

Nusa Lembongan

Die mittelgroße der drei nahe aneinander liegenden Inseln kann man supergut mit dem Roller abfahren, weil sie nur 4km lang und 2km breit ist. Einen Roller auszuleihen kostet nicht viel Geld, also haben wir uns gleich für zwei Tagen einen geholt. Von Führerschein überprüfen oder Helm aufsetzen haben die hier wohl noch nie etwas gehört, also für europäische Verhältnisse sehr ungewöhnt, aber ein tolles Freiheitsgefühl. Meine Highlights auf dieser Inseln waren unter anderem:

  • Die Schnorcheltour mit dem Boot zu drei verschiedenen Spots – der Wall Bay, der Mangroove Point und der Buddha Point
  • Die vielen tollen Strände, darunter der Dream Beach oder der Mushroom Beach
  • Der Sunset Point, den wir leider nicht zum Sonnenuntergang, sondern mitten am Tag besucht haben
  • Der Paradise Beach, bei dem immer etwas los ist. Ganz besonders schön ist ein Spaziergang entlang des Meeres während des Sonnenuntergangs, um dann eines der zahlreichen Restaurants auszusuchen und gemütlich sein Abendessen zu genießen. Die meisten Restaurants/Bars haben außerhalb, also am Strand, Liegen oder Sitzsäcke, die einer sehr entspannte Atmosphäre kreieren und einladen ein bisschen länger zu bleiben und einfach im Moment zu sein. Außerdem zähle ich natürlich zu meinen Highlights die vielen süßen Hunde die dort herumlaufen und sehr oft in Kuschellaune sind.
  • Das Herumdüsen mit dem Moped, dass ich zuhause als ich so 15/16 war viel zu wenig wertgeschätzt habe. Hier ist es einfach wunderschön, wenn man über die ganze Insel fährt, die Menschen, die Natur und alles rundherum beobachtet und den Fahrtwind in den Haaren spürt.

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Nusa Ceningan

Die beiden Inseln sind durch eine gelbe Brücke verbunden, die eine sehr traurige Geschichte hat. Im Jahre 2016 stürzte die alte Brücke ein und viele Menschen wurden dabei verletzt, neun kamen sogar ums Leben. Ein Jahr darauf wurde die neue Brücke dann eröffnet. Nusa Ceningan ist sogar noch kleiner als Nusa Penida. Aber trotzdem habe ich auch hier zwei kleine aber feine Highlights.

  • Die Blue Lagoon – dafür habe ich wirklich keine Worte. So so so wunderschön. Türkisblaues Wasser wie man es ansonsten nur im Film sieht und Wellen, die an den Kliffen brechen und weißen Schaum erzeugen. Ihr seht ja selbst wie überwältigend dieser Ausblick ist. Angeblich gibt es auch verrückte Adrenalin Junkies, die hier von den Klippen springen, ich würde dazu aber nicht raten.
  • Der Secret Beach – der verdient seinen Namen wirklich. Falls ihr jemals auf der Suche nach diesem Strand seid, wundert euch nicht, wenn ihr erst durch eine Hotelanlage durchlaufen müsst um dorthin zu gelangen. Vielleicht sollte er aber lieber Hidden Beach heißen, weil er trotz Versteck nicht ganz so geheim war und somit für alle Touristen, die in finden wollen, zugänglich ist. Überfüllt war er aber trotzdem nicht, aber wie gesagt auch nicht leer. Auf jeden Fall war er schön.

Nusa Penida

Unser letzter Tag auf den Inseln, bevor es wieder zurück aufs Festland in Bali geht. Da wir die angeblich schönsten Orte der anderen beiden Inseln schon abgeklappert haben, ging es spontan noch auf die Dritte und somit Größte. Eine Tagestour für 40€ pro Person wurde vom Hotel arrangiert. Die Anreise funktionierte wieder mit dem Speedboat, allerdings einem Kleinem und es ging sehr schnell. Dort hatten wir einen Taxifahrer und ich kann es nicht genug betonen wie froh wir darüber waren. Dass ich mich über die Straßen in Lembongan beklagt habe machte dort gar keinen Sinn mehr. Es war eine wirklich holprige Fahrt, bless god dass wir nicht mit dem Moped rumfahren mussten. Aber es war das Geld und die nervenaufreibende Fahrt wirklich wert. Denn ansonsten hätten wir nie diese Goldstücke gesehen:

  • Kelingking Beach – den habt ihr wahrscheinlich schon tausend Mal auf Instaposts gesehen. Diese zwei Riesen „Felsen“ die sich aus den Meer erstrecken, mit einem verlassenen Strand dazwischen, den man hinunterwandern kann, aber dafür muss man Zeit, Kraft und Ehrgeiz mitbringen. Ich sag mal so, wir haben es nicht gemacht, haha.
  • Angels Billabong & Broken Beach – zwei gleich nebeneinander liegende Meisterwerke der Natur. Es ist fast unmöglich davon ein schlechtes Foto zu schießen, weil die Farben des Wassers echt atemberaubend sind, wie ihr ja seht.

Rückblickend bin ich heilfroh, die Möglichkeit gehabt zu haben, alle drei Inseln zu entdecken. Generell kann ich das jeden empfehlen, der für längere Zeit auf Bali ist. Auch die Gili Inseln, von denen es so einige gibt, sollen sehr schön sein. Leider kann ich das nicht beurteilen, weil es sich bei uns Zeit- und Geldtechnisch nicht ausging. Am Besten einfach Google fragen und raussuchen, was am passendsten für euch ist.

Das war also die zweite Woche dieser atemberaubenden Reise und bald könnt ihr euch auf den dritten Beitrag zu unseren letzten Woche in Canggu freuen. 🙂

2 Kommentare zu „Ich will Meer / Nusa Inseln

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